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Einführung Stereomikroskope: Durchlicht-Mikroskopieverfahren

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Stereomikroskopische Verfahren

Stereomikroskope sind nützliche Tools zur makroskopischen und stereoskopischen Untersuchung von Proben. Diese Mikroskope sind mit einem separaten Strahlengang für jedes Auge ausgestattet, wodurch die Probe ein gewisses Maß an Tiefe erhält, sodass es aussieht, als würden Sie sie mit bloßem Auge betrachten.

Stereomikroskope bieten hauptsächlich zwei Arten der Beleuchtung: Auflicht- und Durchlichtbeleuchtung.

  • Auflichtbeleuchtung fällt von oben auf die Probe, sodass das reflektierte Licht beobachtet werden kann. Diese Beleuchtungsart ist am besten für opake Proben geeignet, wie z. B. Gestein, Mineralien, Pflanzen, Insekten und Keramik.

  • Durchlichtbeleuchtung leuchtet von unten durch die Probe hindurch. Diese Beleuchtungsart eignet sich am besten für transparente Proben wie Zellen, Gewebe, Embryos, Zebrafische oder sonstige kleine aquatische Proben.

Stereomikroskop

Welche Beleuchtung am besten funktioniert, richtet sich nach dem Probentyp. In vielen Fällen müssen Sie möglicherweise mehrere Verfahren verwenden. Jede Beleuchtungsart kann auch bei mehreren Mikroskopieverfahren eingesetzt werden, wie die folgende Tabelle 1 zeigt.

Tabelle 1 – Bei Stereomikroskopen häufig verwendete Mikroskopieverfahren

Mikroskopieverfahren
Auflichtbeleuchtung Schräglicht
Koaxiale Beleuchtung
Polarisation
Fluoreszenz
Durchlichtbeleuchtung Hellfeld
Dunkelfeld
Schräglicht
Polarisation

Heute möchte ich mich mit der Durchlichtbeleuchtung befassen, damit Sie mehr über die Mikroskopieverfahren, bei denen sie eingesetzt wird, erfahren.

4 gängige, unter Durchlichtbeleuchtung durchgeführte Mikroskopieverfahren

Nachdem wir die meistverwendeten Mikroskopieverfahren unter Durchlichtbeleuchtung erwähnt haben, wollen wir deren Merkmale und häufigste Anwendungsgebiete besprechen.

  • Hellfeld: Die Hellfeld-Durchlichtbeleuchtung ist die am weitesten verbreitete Methode. Das Durchlicht wird direkt von unten auf die Probe eingestrahlt. Wenn das Licht durch die Probe fällt, wird aufgrund der Abschwächung des Durchlichts durch dichte Bereiche der Probe Kontrast erzeugt. Wenn die Probe nicht gefärbt ist und keine Eigenfarbe hat, lassen sich damit nur wenige Informationen erhalten. In diesem Fall kann es hilfreich sein, andere Mikroskopieverfahren anzuwenden.

  • Dunkelfeld: Die Dunkelfeld-Durchlichtbeleuchtung eignet sich gut für Proben, die ungefärbt und transparent sind. Das zentrale Licht, das typischerweise durch die Probe fällt, wird ausgeblendet, und nur die schrägen Strahlen aus jedem Azimut treffen auf die Probe. Diese schrägen Strahlen werden durch optische Diskontinuitäten gebeugt, reflektiert und/oder gebrochen. Das Ergebnis ist eine helle Probe auf einem schwarzen Hintergrund.

  • Schrägkontrast: Schräge Durchlichtbeleuchtung funktioniert ebenfalls gut bei ungefärbten und transparenten Proben. Bei dieser Methode kann der Lichtwinkel eingestellt werden, um einen gewissen Kontrast zu erzielen. Sie bietet einen höheren Kontrast im Vergleich zum Hellfeld, aber einen geringeren Kontrast im Vergleich zum Dunkelfeld. Mit schräger Beleuchtung kann das Aussehen der Probe auf einfache Weise verändert werden, um den richtigen Winkel für die Beleuchtung zu finden.

  • Polarisierte Beleuchtung: Polarisierte Durchlichtbeleuchtung kann bei anisotropen Proben verwendet werden, die in der Regel mehrere Brechungsindizes haben (doppelbrechende Proben). Für die Polarisation ist mehr Ausrüstung erforderlich, da die doppelbrechende Probe zwischen einen Polarisator und einen Analysator platziert werden muss. Der Kontrast entsteht durch die Wechselwirkung von plan-polarisiertem Licht mit der doppelbrechenden Probe, wodurch zwei getrennte Wellenkomponenten erzeugt werden, die in zueinander senkrechten Ebenen polarisiert sind.

Hellfeldmikroskopie von Zebrafischen

Hellfeldmikroskopische Aufnahme von Zebrafischen

Schräglichtbeobachtung von japanischen Reisfischen (links). Dunkelfeldmikroskopie von japanischen Reisfischen (rechts).

Japanische Reisfische, mikroskopische Aufnahmen unter Schräglicht (links) und unter Dunkelfeldbeleuchtung (rechts)

Erweiterung des Beobachtungsbereichs

Die Möglichkeit, schnell und einfach zwischen Mikroskopieverfahren zu wechseln, kann die Effizienz, mit der Sie Informationen über Ihre Probe erhalten, deutlich steigern. Mit unseren LED-Durchlicht-Stereobasen können Sie schnell und einfach zwischen Hellfeld-, Schräglicht-, Dunkelfeld- und polarisierter Beleuchtung sowie verschiedenen Kontrastmethoden wechseln. Lesen Sie unbedingt unseren nächsten Blogartikel, um zu erfahren, wie!

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Product Manager

Janeen Manning is a Product Manager for clinical and educational microscopes in the Scientific Solutions Group at Olympus Corporation of the Americas. She has a Bachelor of Science in biochemistry, microbiology, and molecular biology from the University of Maine and a Master of Liberal Arts in biotechnology from Harvard University. She has been with Olympus since 2017; prior to Olympus she worked for a medical device company specializing in infectious diseases.

9.3.2020
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